Verantwortung:

Wir sind nicht nur verantwortlich für das, was wir tun, sondern auch für das, was wir nicht tun...
(Jean-Baptiste Moliére)

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NL 2012-10 es wird ganz methodisch und einseitig "gespart"

Die gesetzliche "Wahlfreiheit" ist ausgehebelt - Eltern haben keine Wahl mehr

Im Schulbezirk Innsbruck-Land Ost (BSI Irene Gasser) wird seit heuer ein „interner Beschluss“ umgesetzt, der Kinder mit Behinderung in den Wohnortschulen wieder massiv schlechter stellt: Für Kinder in Klassen mit einer SchülerInnenzahl unter 15 Kinder gibt es keine Stützstunden mehr.

 

Im Schulbezirk Innsbruck-Land Ost (BSI Irene Gasser) wird seit heuer ein „interner Beschluss“ umgesetzt, der Kinder mit Behinderung in den Wohnortschulen noch schlechter stellt als bisher:  Für Kinder in Klassen mit einer SchülerInnenzahl unter 15 Kinder gibt es keine Stützstunden mehr!

 

Damit wird die Feststellung eines „sonderpädagogischen Förderbedarfs“ beinahe zur freiwilligen Zusatzübung, die kaum mehr Auswirkung und Aussicht auf Förderung hat… Wer ein Kind mit Behinderung hat, das Förderung braucht und das Pech hat in einer Gemeinde zu leben, die weniger als 15 Kinder in der Schulklasse hat, muss sich fast für die Sonderschule entscheiden. Dieser „interne Beschluss“ ist ein konkreter Anschlag auf alle Verbesserungsbemühungen in den Wohnortschulen und eine klare Ungleichbehandlung von Kindern mit Behinderung, die keine Sonderschule besuchen. Diese Methode der Diskriminierung ist zwar nicht neu, aber deshalb nicht weniger erschreckend unmenschlich.

 

LSI Federspiel betont zwar seit langem, dass die beste Integration in der Heimatgemeinde stattfindet, beklagt aber immer wieder, dass viele BezirksschulinspektorInnen seine positive Haltung missachten und tun, was sie wollen. Wir halten das für eine Schutzbehauptung und bedauern, dass er diesem Rückschritt in der Schulentwicklung gleich untätig zuschaut wie der Landesschulratspräsiden Lintner und Bildungslandesräin Palfrader! Die Wahl der Eltern über eine absolut ungleiche Ressourcenverteilung zu steuern und dann über den Bund jammern, weil dieser zu wenig Ressourcen zur Verfügung stellt, ist billiger Populismus, aber keine Bildungspolitik. Die angebliche Ressourcenknappheit ist ein beliebtes Scheinargument, um Sonderschulen zu stärken und den Unterricht für Kinder mit Behinderung in der Wohnortschule unmöglich zu machen.

 

Die Letztverantwortung für die Stützstundenverteilung und die bestmögliche Förderung liegt bei den BezirrksschulinspektorInnen.

 

Es scheint einzig und allein darum zu gehen, die Ressourcen in den Sonderschulen zu bündeln und festzuhalten. Obwohl (lt. Bildungsabteilung) fast 50% der Kinder mit Behinderung "integrativ unterrichtet" werden, wird die schulische Integration gezielt ausgehungert. Dabei wären „Sonderpädagogischen Zentren“ im Gegensatz zu Sonderschulen für den Ressourcentransfer in die Wohnortschulen zuständig. Nur tun sie das nicht. Frau BSI Gasser hat in ihrem Schulbezirk endgültig die gesetzlich vorgeschriebene Wahlfreiheit mit einem Willkürakt abgeschafft. Man kann nicht mehr von "Wahlfreiheit" sprechen, wenn sich Förderung nicht mehr am Bedarf des Kindes orientiert, sondern an Klassenschülerzahlen...

 

Frau BSI Gasser ist dafür verantwortlich, dass die Kinder in ihrem Schulbezirk nach erfolgter Feststellung eines "sonderpädagogischen Förderbedarfs" auch die für das Kind notwendige und sinnvolle Förderung erhalten. Eine Förderung von der Klassengröße abhängig zu machen ist keine Aufgabe der BSI, hat keine gesetzliche Grundlage und zeigt einen Mangel an positiver Haltung und Kompetenz.

 

Die Opfer sind leider wieder unsere Kinder mit Behinderung und immer mehr auch Kinder mit "Migrationshintergrund". Die Vorgansweisen, Tirols Sonderschulen zu befüllen, werden immer dreister.

 

Es ist immer ziemlich ernüchternd, wenn man den höchsten Beamten und im Land und der Bildungslandesrätin Palfrader bei schönen Reden zuhört, und dann den vergleichenden Blick auf die Wirklichkeit macht...