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Herbergssuche 2019 ...

Seit September 2018 (!) sind wir auf Wohnungssuche. Eine Wohnung für eine angenehme und verlässliche Familie, die sich sehr bemüht in Tirol Fuß zu fassen. Wir wurden hinzugezogen, weil der 20 jährige Sohn Rollstuhlfahrer ist und er derzeit von seinem Vater regelmäßig über sämtliche Stiegen befördert und teilweise getragen werden muss.
Und das sind sehr viele Stufen...

Der aktuelle Mietvertrag endet am 31. Dezember 2019 und wird wegen Eigenbedarf nicht verlängert.
Die Familie weigert sich, es auf eine Räumungsklage ankommen zu lassen, weil sie auf keinen Fall mit dem Gesetz in Konflikt kommen möchte. Die Familie wird wohl bald obdachlos sein...

Im scheinbar „besten Fall" (und der scheint auch nicht sicher zu sein) wird sie in einer Flüchtlingsunterkunft aufgenommen, weil die Familie als syrische Flüchtlinge nach Innsbruck kam. Also zurück an den Start, der die Probleme nicht löst und sehr beschämend ist?

Die Familie besteht aus den Eltern und 5 Kindern zwischen 10 und 20 Jahren. Das reicht scheinbar für all die Absagen der letzten 15 Monate. Dass die Leute sehr verlässliche, höfliche und angenehme Nachbarn sind, dass sie längst einen positiven Asylbescheid haben und sehr bemüht sind, ein wertvoller Teil unserer Gesellschaft zu werden, hat nach der Erstinformation (7-köpfige Familie aus Syrien) leider niemanden mehr interessiert... Die Absagen kamen schnell und regelmäßig.

Diakonie, DOWAS, TSD, Rotes Kreuz, die Stadt Innsbruck und einige andere sind mit den Problemen der Familie längst konfrontiert, teilweise sehr bemüht, aber eine passende (barrierefreie) Wohnung scheint für diese Familie im Großraum Innsbruck nicht zu finden zu sein...

Bei kolportierten 2.000 bis 3.000 leerstehenden Wohnungen in Innsbruck tun sich generell viele Fragen auf.

Aber auf diese Familie bezogen sollten wir uns gerade in der Vorweihnachtszeit mal hinterfragen, ob wir zu denen gehören wollen, die einer fremden Familie gegenüber grundsätzlich „nein" sagen, oder ob wir ganz einfach was Gutes möglich machen und Menschen auch mal vertrauen wollen.

Wir geben jedenfalls die Hoffnung nicht auf, dass sich jemand findet, der/die dem jungen Mann mit Behinderungen und seiner Familie eine geeignete Wohnung vermieten kann und möchte! Und wir werden weiter darüber berichten...

Falls Sie einen positiven Beitrag leisten können, freuen wir uns sehr über Ihre Kontaktaufnahme!
E-Mail:   k.neuner-rauth@integration-tirol.at     Telefon: 0699 19995557


 

 

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