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die aktuelle Anhebung der Zuverdienstgrenze

Die Zuverdienstgrenze zur „erhöhten Familienbeihilfe" wurde angehoben. Von € 714,00 auf € 1.070,00. Wenn es auch nur ein recht kleiner Schritt ist, so ist das natürlich sehr begrüßenswert!
Was sich damit leider nicht verändert ist der äußerst problematische Umstand, dass Erwachsene Menschen mit Behinderungen im Falle des Jobverlusts wieder in den „Kindstatus" zurückkehren müssen.
Integration Tirol fordert schon lange eine viel größere Anhebung der Zuverdienstgrenze und ein würdiges Unterstützungssystem für erwachsene Menschen mit Behinderungen.

Die erhöhte Familienbeihilfe ist eine Leistung, die den Eltern zusteht und nicht der betroffenen Person. Die Abhängigkeit von den Eltern wird damit unterstützt und gefestigt. „Eigenes Geld" gibt es dann als freiwilliges Taschengeld von den Eltern...

Der Rückfall zum gesetzlichen „Kindstatus" von Erwachsenen widerspricht allen Bemühungen und Wünschen nach einem selbstbestimmten Leben und auch der UN-Menschenrechtskonvention.

Erwachsene Menschen mit Behinderungen sollten unbedingt auch wie Erwachsene behandelt werden!
Statt bei einem Arbeitsplatzverlust wieder die erhöhte Familienbeihilfe zu reaktivieren sollte es eine passende und ausreichende Förderung/Unterstützung für die arbeitslos gewordene Person geben, die dann auch selbst darüber verfügen und entscheiden kann.

Die Anhebung der Zuverdienstgrenze ist ein wohlwollender und netter kleiner Schritt, aber leider nicht mehr.

Es gibt natürlich viele Denkvarianten, dieses Problem anzugehen:
z.B. Ein bedingungsloses Grundeinkommen für Menschen mit Behinderungen,
z.B. eine Entkoppelung der Beihilfe für die Familie von einer Beihilfe für die arbeitslose Person:
Die Reaktivierung der erhöhten Familienbeihilfe (sofern die Person daheim wohnt, würde die erhöhte Familienbehilfe als „Kostgeld" die Familie unterstützen) und gleichzeitig ein Dauerarbeitslosengeld von z. B. 90% des bisherigen Gehalts für die Person selbst....
und.. und ... und...
Dieses Thema sollte unbedingt aktiv angegangen werden und es sollte auch bei den überfälligen Verhandlungen zum neuen „NAP" eine große Rolle spielen!

 

 

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