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Initiative für ein diskriminierungsfreies Bildungssystem in Österreich

Den Abschluss des Schwerpunkts zu Diskriminierung bildet der Hinweis auf eine Aktion, die bislang vor allem in Wien und Niederösterreich Aufmerksamkeit gefunden hat, in Westösterreich aber praktisch unbekannt ist.
Die Initiative für ein diskriminierungsfreies Bildungssystem in Österreich (http://diskriminierungsfrei.at/ ) bietet seit einigen Jahren die Möglichkeit, Fälle bzw. Vorkommnisse von Diskriminierungen im Bildungswesen zu melden und zu dokumentieren. Damit soll einerseits eine Sensibilisierung für diskriminierende Situationen bzw. diskriminierendes Verhalten geschaffen werden, andererseits werden die dokumentierten Fälle ausgewertet und in regelmäßigen Berichten anonymisiert veröffentlicht, um öffentliche und politische Aufmerksamkeit für das Thema zu schaffen. Hintergrund der Initiative ist u.a. das Diskriminierungsverbot in der UN-Kinderrechtskonvention.

Wie kann eine Diskriminierung gemeldet werden?

Für die Meldung einer als diskriminierend erlebten Situation steht ein Online Formular zur Verfügung:
http://diskriminierungsfrei.at/formular-zur-dokumentation,
das sich sowohl an SchülerInnen und Lehrlinge als auch an Eltern richtet. Gemeldet werden alle Formen von Diskriminierungen aus allen Diskriminierungsgründen. Bislang wurden vor allem Fälle von Diskriminierungen aufgrund ethnischer oder religiöser Zugehörigkeit gemeldet, Beispiele von Diskriminierungen aufgrund von Barrieren und Behinderungen sind die Ausnahme. Das birgt die Gefahr, dass vermutet werden könnte, es gäbe keine Diskriminierungen von Mädchen und Buben mit Behinderungen in Kindergärten und Schulen.

Aus der Beratungspraxis von Integration Tirol ist bekannt, dass das Gegenteil der Fall ist: Kinder mit Behinderungen erleben sehr häufig Diskriminierungen aufgrund ihrer Beeinträchtigung, in allen Bildungseinrichtungen. Unser Appell lautet daher: Machen Sie Meldungen, wenn Ihr Sohn oder Ihre Tochter aufgrund einer Behinderung in Kindergarten oder Schule diskriminiert wird! Holen wir die Diskriminierungen von behinderten Kindern aus der Tabuzone und machen wir sie sichtbar!

Der obenstehende Link ist sehr sinnvoll, diskriminierende Situationen österreichweit sichtbar zu machen. Als Familienberatungsstelle und im Rahmen des "Gewaltprojekts" stehen wir Ihnen aber auch selbstverständlich gerne zur Verfügung und unterstützen Sie gerne und konkret.

 

 

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